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Was kostet eine Website 2026? Preise und Folgekosten

Aktualisiert am 6 Min. LesezeitHoang Ha Vu, Gründer von VU Studio
Handschlag über einem Laptop, aus dem ein leuchtendes, steigendes Diagramm aufsteigt
Das Wichtigste in Kürze
  • Der Preis einer Website ergibt sich vor allem aus Arbeitszeit: Konzept, Design, Inhalte, Entwicklung und Tests machen den Großteil der Kosten aus.
  • Als Richtwert bei rund 100 € pro Stunde: Landingpage 1.500–4.000 €, kleine Unternehmenswebsite 4.000–10.000 €, umfangreiche Website 10.000–25.000 €.
  • Laut Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap liegt der durchschnittliche Stundensatz von Freelancern im DACH-Raum bei 103 €.
  • Neben dem Projektpreis fallen laufende Kosten für Domain, Hosting, Updates und Pflege an – planen Sie sie von Anfang an ein.
  • Wer online Verträge mit Verbrauchern abschließt, muss seit dem 28. Juni 2025 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz beachten; Kleinstunternehmen mit Dienstleistungen sind ausgenommen.

1. Wie viel kostet eine professionelle Website?

Eine professionell erstellte Website kostet 2026 meist zwischen 1.500 € für eine einzelne Landingpage und 25.000 € für einen umfangreichen Unternehmensauftritt. Der größte Kostenblock ist Arbeitszeit. Laut dem Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap liegt der durchschnittliche Stundensatz von Freelancern im DACH-Raum bei 103 €. Agenturen rechnen wegen größerer Teams und höherer Fixkosten in der Regel darüber.

Website-TypTypischer UmfangAufwand (Richtwert)Kosten bei ~100 €/h
LandingpageEine Seite, ein Ziel, Kontaktformular15–40 Stunden1.500–4.000 €
Kleine Unternehmenswebsite5–10 Seiten, Redaktionssystem, SEO-Grundlage40–100 Stunden4.000–10.000 €
Umfangreiche WebsiteViele Seiten, Blog, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen100–250 Stunden10.000–25.000 €
Onlineshop oder PortalProduktkatalog, Zahlungen, KundenkontenIndividuellmeist ab 25.000 €

Die Spannen sind bewusst breit, denn zwei Websites mit gleicher Seitenzahl können sehr unterschiedlich viel Arbeit machen. Verstehen Sie die Tabelle als Orientierung für Ihr Budget, nicht als Preisliste. Ein seriöses Angebot entsteht erst, wenn Ziele, Inhalte und Funktionen geklärt sind.

2. Was treibt die Kosten einer Website nach oben?

Nicht die Seitenzahl allein, sondern alles, was individuell gedacht und gebaut werden muss. Die folgenden Faktoren entscheiden in der Praxis über den Preis:

  • Design: Ein angepasstes Template ist schneller fertig als ein individuelles Design, das auf Ihre Marke und Zielgruppe zugeschnitten ist.
  • Inhalte: Texte, Fotos und Grafiken werden oft unterschätzt. Liefern Sie sie selbst oder sollen sie erstellt werden?
  • Funktionen: Terminbuchung, Mehrsprachigkeit, Mitgliederbereiche oder Anbindungen an CRM und Newsletter erhöhen den Aufwand deutlich.
  • Übernahme: Bei einem Relaunch müssen bestehende Inhalte umgezogen und alte URLs weitergeleitet werden, damit Rankings erhalten bleiben.
  • Technische Qualität: Ladezeit, Suchmaschinenoptimierung, Barrierefreiheit und Tests auf allen Geräten kosten Zeit, zahlen sich aber dauerhaft aus.
Praxistipp: Der häufigste Grund für Verzögerungen und Mehrkosten sind fehlende Inhalte. Beginnen Sie mit Texten und Bildern, bevor das Design startet – oder planen Sie die Inhaltserstellung von vornherein als eigenen Posten ein.

3. Baukasten, Freelancer oder Agentur – was passt zu wem?

Das hängt davon ab, wie viel Zeit Sie selbst investieren können und welche Rolle die Website für Ihr Geschäft spielt. Ein Baukasten ist günstig, kostet aber Ihre eigene Zeit. Freelancer und Agenturen nehmen Ihnen die Arbeit ab, unterscheiden sich aber in Kosten, Abstimmung und Ausfallsicherheit.

OptionStärkenSchwächenPasst für
Baukasten (selbst gemacht)Geringe Startkosten, schnell onlineEigene Zeit, begrenzte Gestaltung, Abhängigkeit vom AnbieterGründung, Nebengewerbe, einfache Visitenkarte
FreelancerDirekter Kontakt, schlanke Abstimmung, faire PreiseKapazität begrenzt, Vertretung klärenKMU mit klarem Ziel und überschaubarem Umfang
AgenturGroßes Team, viele Disziplinen unter einem DachHöhere Preise, mehr AbstimmungsaufwandGroße Projekte, Kampagnen, Markenentwicklung

Achten Sie unabhängig von der Wahl darauf, dass Domain, Zugangsdaten und Quellcode Ihnen gehören. So bleiben Sie handlungsfähig, falls Sie später den Dienstleister wechseln möchten. Welche Technik dafür sinnvoll ist, vergleiche ich im Artikel zum Tech-Stack für Webprojekte.

4. Welche laufenden Kosten kommen nach dem Launch dazu?

Eine Website ist kein einmaliger Kauf. Nach dem Launch fallen regelmäßig Kosten an, die im Angebot oft fehlen. Planen Sie sie von Anfang an ein, damit die Seite auch in zwei Jahren noch schnell, sicher und aktuell ist.

PostenTypische GrößenordnungHinweis
Domainca. 10–30 € pro JahrAuf Ihren Namen registrieren lassen
Hostingca. 5–50 € pro MonatServerstandort und Auftragsverarbeitung (DSGVO) prüfen
Wartung & Updateszwei- bis niedrig dreistellig pro MonatSicherheitsupdates, Backups, Monitoring
Lizenzenje nach BedarfPremium-Plugins, Schriften, Stockfotos, Cookie-Tool
Inhalte & SEOje nach ZielNeue Artikel, Aktualisierungen, Auswertungen

Gerade bei Systemen mit vielen Plugins ist regelmäßige Wartung Pflicht, weil veraltete Erweiterungen ein Sicherheitsrisiko sind. Schlanke, statisch erzeugte Websites brauchen deutlich weniger Pflege und laden zudem schneller – warum das auch fürs Ranking zählt, erkläre ich im Artikel zu Web-Performance und SEO.

5. Muss meine Website barrierefrei sein?

Das hängt davon ab, was Sie auf der Website anbieten. Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es betrifft unter anderem Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr für Verbraucher, also etwa Onlineshops oder Websites, über die Kunden direkt Verträge abschließen. Laut IHK sind bei Verstößen Bußgelder bis zu 100.000 € möglich, dazu Abmahnungen durch Wettbewerber.

Ausgenommen sind Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten: weniger als zehn Beschäftigte und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz oder Bilanzsumme. Unabhängig von der Pflicht lohnt sich Barrierefreiheit fast immer: Klare Kontraste, beschriftete Formulare und eine saubere Struktur helfen allen Besuchern und auch Suchmaschinen. Im Neubau ist das deutlich günstiger als nachträglich. Ob das BFSG für Sie greift, sollten Sie im Zweifel rechtlich prüfen lassen.

6. Woran erkenne ich ein faires Website-Angebot?

An Transparenz. Ein gutes Angebot zeigt, was genau Sie für Ihr Geld bekommen, und lässt sich mit anderen vergleichen. Prüfen Sie diese Punkte, bevor Sie unterschreiben:

  • Leistungsumfang: Sind Seitenzahl, Funktionen, Korrekturschleifen und Inhalte klar beschrieben?
  • Festpreis oder Aufwand: Bei Festpreisen ist der Umfang fixiert, bei Abrechnung nach Aufwand sollte eine Obergrenze vereinbart sein.
  • Eigentum: Gehören Ihnen Domain, Quellcode, Bilder und Zugangsdaten nach Projektende?
  • Folgekosten: Sind Hosting, Wartung und Lizenzen beziffert – oder tauchen sie erst nach dem Launch auf?
  • Rechtliches und Technik: Sind Impressum, Datenschutz, Cookie-Einwilligung, SEO-Grundlagen und Ladezeit berücksichtigt?

Wenn Sie wissen möchten, was Ihr Projekt konkret kosten würde, beschreibe ich mein Vorgehen auf der Seite zu Webseiten und Landingpages. Einen ersten Überblick über Ihre Möglichkeiten bekommen Sie im kostenlosen Bedarfscheck.

Porträt von Hoang Ha Vu, Gründer von VU Studio

Über den Autor

Hoang Ha Vu

KI- und IT-Berater sowie Full-Stack-Entwickler. Mit VU Studio in Wiesbaden begleite ich kleine und mittlere Unternehmen von der ersten Idee bis zur laufenden Lösung – von KI-Integration über individuelle Software bis zur Website.

Mehr zum Service: Webseiten

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Häufig gestellte
Fragen

Haben Sie Fragen? In meinem FAQ-Bereich finden Sie schnelle Antworten auf die häufigsten Fragen.

Als Richtwert: Eine Landingpage ist oft in zwei bis vier Wochen online, eine kleine Unternehmenswebsite in sechs bis zwölf Wochen. Den größten Einfluss hat meist nicht die Entwicklung, sondern wie schnell Inhalte und Feedback vorliegen. Liegen Texte und Bilder zum Start bereit, verkürzt sich das Projekt deutlich.

In den Startkosten ja, über die Jahre nicht unbedingt. Sie zahlen eine monatliche Gebühr und investieren eigene Zeit in Gestaltung, Texte und Pflege. Hinzu kommen Grenzen bei Design, Ladezeit und Funktionen sowie eine Bindung an den Anbieter. Für den Start oder eine einfache Visitenkarte ist ein Baukasten trotzdem eine vernünftige Wahl.

Ähnlich viel wie ein Neubau gleichen Umfangs, oft etwas mehr. Zusätzlich fallen Arbeiten für die Übernahme bestehender Inhalte, Weiterleitungen alter URLs und die Sicherung der Rankings an. Wer dabei Inhalte aufräumt und veraltete Seiten streicht, kann den Umfang und damit die Kosten oft verringern.

Ja, wenn ein Redaktionssystem eingeplant ist. Damit ändern Sie Texte, Bilder oder Blogartikel ohne Programmierkenntnisse. Klären Sie vorab, welche Bereiche Sie selbst bearbeiten möchten und ob eine Einweisung im Preis enthalten ist. Technische Updates und Sicherheit sollten trotzdem in fachkundigen Händen bleiben.